Wie überprüfen Sie Ihre Wareneingänge?

Wareneingänge prüfen: Kopfschmerzen oder Kinderspiel für Händler?

Von Steffie Broere

Für Retailer ist Bestandsgenauigkeit heutzutage essentiell. Hundertprozentig sicher zu sein, dass die Bestände stimmen, beginnt damit zu wissen, was im Wareneingang ankommt. Die Frage ist: Wie oft kontrollieren Ihre Filialmitarbeiter tatsächlich den Wareneingang? Und wenn ja, wie viel Zeit verbringen Sie damit, sicherzustellen, dass Sie das erhalten, was Sie erwarten?

Immer mehr Einzelhändler beschäftigen sich damit, ihre Stores und deren Aufgaben den modernen Zeiten anzupassen. Stationäre Geschäfte werden jetzt als sogenannte „Mini-DCs“ ausgebaut, in denen Online-Bestellungen aus Click & Collect (BOPIS) und Ship-from-Store Services abgewickelt werden. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines passenden Warenverteil- und Nachschub-Managements, um sowohl Online- als auch In-Store-Shopper bedienen und damit glücklich machen zu können. Das Ziel ist, Überbestände zu vermeiden und gleichzeitig sicherzustellen, dass immer die richtigen Artikel verfügbar sind. Detaillierte Einblicke in die Wareneingänge aus den Verteilzentren und das Wissen, dass Sie die Waren enthalten, die Sie erwarten, sind wesentliche Grundlagen zur Sicherstellung einer umfassenden Bestandsgenauigkeit.

America Today store

Früher dauerte der Wareneingang zwei Stunden – jetzt sind es fünf Sekunden.

Charlotte den Heijer
Merchandise-Planerin, America Today

Wie überprüfen Sie Ihre Wareneingänge?

Stellen Sie sich eine typische Lieferung vor. Was passiert damit? Im Wesentlichen gibt es 3 Möglichkeiten:

  1. Vertrauen Sie darauf, dass die Lieferkette einwandfrei funktioniert und übernehmen Sie die Ware direkt ins Regal
    Hier besteht das Risiko, dass bei falschen Lieferungen alle Fehler oder Verluste einfach akzeptiert und durchgebucht werden. Häufig kann es zu Pick- bzw. Pack-Fehlern in der Produktion oder im Distributionszentrum kommen, so dass bspw. versehentlich 49 statt 50 Hemden im Lieferkarton liegen. Ungenauigkeiten, die in der Produktion, während des Transports und/oder in einem Verteilzentrum auftreten, führen zu Fehlbeständen im Store und können oftmals nicht mehr zurückverfolgt und korrigiert werden.
  2. Schnappen Sie sich Papier und Stift, prüfen Sie Wareneingänge von Hand und haken alles ab, was da ist
    Für viele Einzelhändler ist die Prüfung der Wareneingänge immer noch ein manueller, zeitaufwendiger und arbeitsintensiver Prozess. Jeder Artikel muss angepackt werden, um Größen- und Produktinformationen zu checken. Dieser Prozess schafft Gewissheit, dass alle Artikel korrekt geliefert wurden und entsprechend in den Bestand übernommen werden können. Fehlende oder überschüssige Artikel können gemeldet werden und dies hält den Bestand sauber. Die Frage bleibt, ob es diesen zusätzlichen Aufwand wert ist, alles manuell zu überprüfen?
  3. Überspringen Sie den Papierkram und lassen Sie Technologie für sich arbeiten
    Zeit ist Geld. Je mehr Zeit die Ladenmitarbeiter haben, um Kunden zu bedienen, desto profitabler ist das Geschäft. Schlanke Filialabläufe sind der Schlüssel zur Maximierung der Zeit, die damit verbracht wird, Kunden glücklich zu machen. RFID ermöglicht es Einzelhändlern, eingehende Sendungen innerhalb weniger Sekunden zu überprüfen und schnell und genau zu empfangen. Oder wie einer unserer Kunden in den Niederlanden, America Today, feststellt: "Der Wareneingang dauerte früher zwei Stunden, aber jetzt sind es fünf Sekunden".

Sehen Sie sich das vollständige Video der America Today Fallstudie an:

Wareneingänge mit RFID prüfen

Viele Marken und Einzelhändler beschäftigen sich mit der Einführung von RFID oder haben die Technologie bereits eingeführt. Der Hauptzweck der Technologie ist die Optimierung von Filial- und Lieferkettenprozessen, einschließlich der Überprüfung von Wareneingängen.

Mit der RFID-Technologie können Waren einfach, schnell und dennoch effektiv empfangen werden. Mit nur wenigen Klicks und einem schnellen Scan können neue Lieferungen direkt zum Filialbestand hinzugefügt werden. Der Kartoninhalt kann mit oder ohne Auspacken jederzeit an jedem Ort innerhalb des Geschäfts erfasst werden. Dies hilft dem Store, Lieferfehler unmittelbar zu korrigieren, bevor die neuen Artikel zum Bestand hinzugefügt werden. Damit wird eine hohe Bestandsgenauigkeit sichergestellt.

Umstellung auf Echtzeit-Bestände

Nach dem Wareneingang werden alle Einzelartikel dem EPCIS-Repository (z. B. Nedap iD Cloud) hinzugefügt. Diese Plattform bietet einen standardisierten zentralen Integrationspunkt für Geschäfts- und Kundenanwendungen für eine vollständige Echtzeit-Lieferketten- und Bestandstransparenz. Es überwacht die Bestandstransaktionen und -bewegungen aus allen Bereichen und kann relevante Backend-Systeme, wie z. B. ein Order Management System, mit genauen Bestandsinformationen versorgen. So wissen Sie immer, was Sie auf Lager haben und was verfügbar ist.

Customer Success Manager
Steffie Broere